Fast ein Jahr ohne Ergebnis
Dresden. Fast ein Jahr nach dem Brandanschlag auf Fahrzeuge der Bundeswehr in der Albertstadtkaserne am 12. April 2009 in Dresden ziehen die Ermittler Bilanz. Nach der Befragung von mehr als 4.000 Personen, der Analyse von 162.000 Kassenbelegen und nach hunderten Vernehmungen steht ein entscheidender Fahndungserfolg der Ermittlungsgruppe Albertstadt noch immer aus aus.
Es wird weiter ermittelt
Große Hoffnungen wurden in den Fund eines nicht umgesetzten Brandsatzes gelegt. Dieser bestand aus einer Vielzahl von Komponenten, unter anderem PET-Flaschen mit Brandbeschleuniger und Zündvorrichtung mit Zeitschaltuhr. Eingepackt waren diese Einzelteile in eine schwarze Ordnungskiste, die nur in einer bestimmten Baumarkt-Kette erhältlich war. Deshalb konzentrierten sich die Herkunftsermittlungen auf das Sammeln und Auswerten von 162 000 Kassenbelegen auf denen eine oder mehrere solche Kisten und/oder andere Bestandteile des Brandsatzes aufgeführt waren. Von diesen Auswertungen erhofften sich die Ermittler eine regionale Häufung der Kaufhandlungen und damit auch Hinweise auf die Täter.
Aus den 4000 Befragungen ergaben sich 53 ernst zu nehmende Hinweise Kurz vor der Tat wurde unter anderem ein schwarzer 3er BMW/E30 mit Berliner Kennzeichen in der Nähe der Albertstadtkaserne beobachtet. Die dazu ermittelten 326 Fahrzeughalter konnten jedoch nicht mit der Tat in Zusammenhang gebracht werden.
Trotz des hohen Aufwandes und intensiver Ermittlungen konnte die Ermitlungsgruppe Albertstadt, die in der Anfangszeit aus 30 Beamten bestand, den oder die Täter bislang nicht ermitteln.
Ganz haben die Ermittler die Hoffnung allerdings noch nicht aufgegeben: Knapp 60 Ermittlungsaufträge stehen derzeit noch aus.
Der Görlitzer Anzeiger berichtete:
Beitrag vom 15. April 2009: Ermittlungsgruppe „Albertstadt“ - Staatsschutz ermittelt
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- Quelle: red
- Zuletzt geändert am 07.04.2010 - 22:24 Uhr
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