Mit Lions-Unterstützung auf der Via Regia unterwegs

 

Mit Lions-Unterstützung auf der Via Regia unterwegsGörlitz-Zgorzelec | Lemberg (Львів/Lwiw) | Kiew (Київ). Zum wiederholten Mal zählte der Lions Club Görlitz-Zgorzelec zu den finanziellen Unterstützern eines „wir°my“ Projektes des Europahaus-Vereins. Diesmal radelten Jugendliche auf den Spuren der ehemaligen Handelsstraße Via Regia bis ins ukrainische Lemberg und fuhren weiter bis nach Kiew.

 

Junge Leute fahren mit dem Rad bis Lemberg

 

Junge Leute fahren mit dem Rad bis Lemberg
An der europäischen Wasserscheide in Rostotschien.
Kleines Bild: Überquerung der Weichsel. | Fotos: /privat

 

Insgesamt 17 junge Leute aus Görlitz, Zgorzelec und Umgebung waren es, die in den Sommerferien 16 Tage lang mit ihren Rädern auf den Spuren der ehemaligen Handelsstraße Via Regia unterwegs waren. Anlass war, dass die Via Regia im Jahr 2011 Gegenstand der 3. sächsischen Landesausstellung in Görlitz sein wird.

Nach 800 km erreichten sie die ukrainische Stadt Lemberg. Anschließend fuhren sie mit dem Zug zum östlichen Endpunkt der Via Regia nach Kiew.

Die Radtour organisierte das „wir°my“ Projekt des Europahaus-Vereins in Kooperation mit der Sportjugend des Oberlausitzer Kreissportbundes.

Der Organisator Michael Winter freut sich vor allem über die große Gastfreundschaft in Polen und der Ukraine. Mitarbeiter von Stadtverwaltungen, ehrenamtlich Engagierte in Vereinen oder auch Vertreter von Universitäten halfen bei der Quartiersuche, empfingen die jungen Leute und zeigten stolz ihre kleine Heimat. Der ukrainische Konsul in Polen übernahm für die Gruppe ein Ehrenpatronat, um den Radlern die Überschreitung der polnisch-ukrainischen Grenze zu erleichtern.

Die Gastfreundschaft bescherte den 14- bis 26-jährigen jungen Leuten tolle Erinnerungen an eine besondere europäische Radtour. Sie übernachteten u.a. in einer über hundert Jahre alten Turnhalle, auf dem Gelände des Adelshofs Kempinski oder bei einer agrartouristischen Unterkunft direkt an der ukrainischen Grenze. Zwei Fahrzeuge begleiteten die Radler, so dass sie ihr Gepäck inklusive Zelt, Schlafsack und Verpflegung nicht selbst transportieren mussten.

In Lemberg und Kiew wurde die Gruppe durch Studierende und Vertreter der deutschen Jugend in der Ukraine betreut und geführt.

Überhaupt waren auf der Radtour zahlreiche Sehenswürdigkeiten und historische Städte zu erleben. In Niederschlesien u. a. der älteste Baum Polens und mit Goldberg (Zlotoryja) die älteste Stadt Schlesiens. Geradelt wurde auf dem Jakobsweg, dem Pilgerweg der Hl. Hedwig im Tal der Katzbach (Kaczawa) und auf dem Kupferweg. Einen Stopp gab es in Liegnitz (Legnica). Besichtigt wurde der Schatz von Neumarkt (Sroda Slaska). Entlang des Oderradwegs (Szlak Odry) ging es in die Hauptstadt Niederschlesiens, nach Breslau (Wrocław).

Nach Besichtigung der ehemaligen Königs- und Hauptstadt Krakau (Kraków) ging es weiter entlang der Weichsel (Wisła) auf dem Bernsteinradweg in die schöne Stadt Sandomir (Sandomierz), in der die Radler das seltene Ereignis einer Bischofseinführung erlebten. Nach Übernachtungen in der polnischen Flößerhauptstadt Ulanow direkt am Fluß Saan (Tanew, Сян), der pl. Fahrradhauptstadt Lublin (Józefów) und Besuch des ehemaligen Vernichtungslagers Belzec (Bełżec) durchquerten die Radler das Hügelland Rostotschien (Roztocze) und erreichten die Endstation, die galizische Stadt Lemberg.

 
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  • Quelle: /Michael Winter
  • Zuletzt geändert am 01.09.2009 - 10:43 Uhr
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