Auseinandersetzung statt Angstpropaganda
Dresden | Görlitz-Zgorzelec. Mit einer Fahrt nach Niederschlesien, in der es um deutsch-polnischen Geschichte geht, will das Herbert-Wehner-Bildungswerk gegen antipolnische Wahlkampf-Parolen aktiv sein. Historisches Wissen soll auf einer Fahrt zur deutsch-polnischen Geschichte vor allem durch eigene sinnliche Eindrücke vermittelt werden. Kooperationspartner ist die Fachhochschule (FH) Mittweida/Rosswein.
Individuelle Erfahrungen sammeln
„Wenn die rechtsextreme NPD im Wahlkampf meint, die Angst vor einer „polnischen Invasion“ schüren zu wollen, so ist das eine perfide Verfälschung der Geschichte“, erläutert der Historiker Christoph Meyer, Leiter des Bildungswerks. Mit dem Begriff „Invasion" war von den Nazis der Angriffskrieg gegen Polen ummäntelt worden.
In dem deutschen Angriff auf Polen „liegt die Ursache für Leid, Massen- und Völkermorde sowie Vertreibungen, welche Millionen von Europäern erleiden mussten“, so Meyer weiter. Statt Angstpropaganda zu machen, solle auf die politische Auseinandersetzung und die inhaltliche Verständigung beiderseits der Grenzen gesetzt werden, so Professor Matthias Pfüller von der FH Mittweida/Rosswein.
Im Mittelpunkt des Seminars stehen der Zweite Weltkrieg sowie die Vertreibung aus deutscher und polnischer Sicht. Neben einem Besuch des Schlesischen Museums zu Görlitz wird anhand des Austauschs zwischen den Generationen die Bedeutung der eigenen Heimat erfragt.
Im Programm findet sich auch ein Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Groß-Rosen. Zeitzeugen stehen der Gruppe mit ihren Erfahrungsberichten zur Verfügung und es gibt Besuche der Friedenskirche in Jauer (Jawor) und Breslau (Wrocław). Hier wird ausreichend Zeit sein, sich ganz individuell der Stadt an der Oder mit ihrer wechselvollen Geschichte zu nähern.
Anmelden und Mitfahren!
17. bis 20. September 2009, Bildungsfahrt nach Niederschlesien.
http://www.wehnerwerk.de,
Tel. 0351- 8 04 02 20
eMail info(at)wehnerwerk.de (at)=@
Teilnahmebeitrag 98,- Euro, enthalten sind neben dem Programm und allen Eintrittsgeldern drei Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen in einer Pension in der Nähe von Hirschberg (Jelenia Gòra).
Die Bildungsfahrt wird aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.
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- Quelle: /red
- Zuletzt geändert am 13.08.2009 - 13:07 Uhr
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