Zur antisemitischen Tradition in Ostsachsen
Bautzen / Budyšín. im Rahmen der Sonderausstellung "Zuhause in Bautzen … Leben und Schicksal Bautzener Juden 1871-1945" findet im Museum Bautzen ein Vortrag mit der Zittauer Historikerin Katrin Griebel statt. Sie spricht zu der Thematik "Antisemitismus des Kaiserreichs 1871 bis 1918 in der sächsischen Oberlausitz".
Vortrag beschäftigt sich mit der Zeit des Kaiserreichs
Die Wurzeln des Antisemitismus liegen in Sachsen weit zurück. Als sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in vielen deutschen Ländern der Prozess der rechtlichen Gleichstellung der Juden vollzog, beharrte man hier auf einer ablehnenden Haltung gegenüber den Juden.
Der wachsende Konkurrenzkampf zwischen jüdischen und nichtjüdischen Unternehmen schlug sich in antisemitischen Tendenzen nieder. In Sachsen entwickelte sich seit den 1880er Jahren ein politischer und publizistischer Antisemitismus. Er fasste in den großen Städten Fuß, erreichte aber auch die ländlichen Gebiete, insbesondere Ostsachsen. Welche antisemitistischen Tendenzen hier zutage traten, wird die Referentin in ihrem Vortrag erläutern.
Katrin Griebel organisierte die Wanderausstellung "Menschen unter uns - zur Geschichte der Juden in der Oberlausitz. Versuch einer Spurensuche" im Jahr 1998 in den Städtischen Museen Zittau. Außerdem beteiligte sie sich mit einem eigenen Beitrag, einer Publikation zum Thema "Juden in der Oberlausitz".
Heute arbeitet sie beim Multikulturellen Zentrum MUK e. V. - Geschichtswerkstatt Hillersche Villa - in Zittau, wo sie bereits mehrere Forschungs- und Schulprojekte zur Geschichte des jüdischen Lebens in Zittau und der Oberlausitz betreute.
Hingehen!
Dienstag, 11. November 2008, um 19.00 Uhr,
Stadtbibliothek Bautzen, Veranstaltungsraum
Schloßstraße 10/12, 02625 Bautzen
Telefon 03591 - 4 97 90
stadtbibliothek(at)bautzen.de (at)=@
Eintritt frei!
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- Quelle: /red
- Zuletzt geändert am 31.10.2008 - 00:00 Uhr
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