Weihnachtsgeschenk für Görlitz

Weihnachtsgeschenk für GörlitzGörlitz, 24. Dezember 2017. Da hat die SZ, die Süddeutsche Zeitung, mit Ihrer Wochenend-Feiertags-Kombiausgabe, die gestern erschienen ist, der Stadt Görlitz ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht: Aus Seite 29 findet sich unter der Überschrift "Pensionopolis" ein ganzseitiger Artikel über die Neißestadt. Wer gleich losflitzt, hat vielleicht das Glück, noch ein Exemplar an der Tanke zu erwischen, denn online ist der Artikel – im Gegensatz zu anderen über Görlitz – noch nicht auffindbar.
Abbildung oben: Auf dem Wilhelmsplatz zu Görlitz, der zu "DDR"-Zeiten nach dem politischen Ökonomen Karl Marx benannt war. Nein, es war nicht alles schlecht.

Fröhliche Weihnachten!

Fröhliche Weihnachten!

Die aktuelle Weihnachtskarte der Sammelserie des Görlitzer Anzeigers und der verbundenen Unternehmen und Projekte.

"Görlitz ist mehr als Siemens", heißt es im der Subheadline des SZ-Beitrags von Michael Kuntz, der die Vorzüge von Görlitz als Alterssitz hervorhebt, illustriert von Beispielen aus dem Mieterparadies am Ostende Sachsens. Ein mildes Lächeln wird das Gesicht des Ur-Görlitzers erhellen, wenn er liest, dass "die alten Tatra-Bahnen" (sic!) "erklommen" sein wollen, die "rattern" ... "durch das Stadtzentrum mit viel Kopfsteinpflaster". Das Kopfkino springt an, wenn die Gedanken auf diese Weise auf Görlitz gelenkt werden.

Auf Görlitz gelenkt werden die Gedanken der Kenner und der betroffenen des örtlichen Arbeitsmarktes ebenfalls im Wirtschaftsteil der aktuellen Ausgabe auf Seite 24: Dort titelt der Samstagsessay "In den Fängen von Hartz IV". Thomas Öchsner beschreibt, dass nicht die Hartz-IV-Empfänger, sondern das bürokratisch ausgeuferte System der Grundsicherung das Problem ist. Mitgeliefert werden ein Gerichtsprozessbeispiel, in dem es um die Wurst geht, und Verbesserungsansätze. Bleibt zu hoffen, dass den Arbeitslosen in Görlitz ebensoviel Aufmerksamkeit und Engagement zuteil wird wie jenen, die um ihren Arbeitsplatz fürchten.

Im Moment scheint kein Herzogischer "Ruck" durch Deutschland zu gehen, eher ein Schwarmbeben, das trotz grundsätzlich stabiler Verhältnisse in Politik und Wirtschaft genau diese immer stärker erfasst: Die Regierungsbildung in Berlin, die auf sich entwickelnde neue Machtverhältnisse bezogene Politik der Sächsischen Union, das auch durch praxisferne Förderprogramme begünstigte Vertrödeln und -dödeln des schnellen Internets in vielen Regionen und die Zurückhaltung breiter Teile des Mittelstands gegenüber der konsequenten Digitalisierung sind nur Beispiele.

Zwar abhängig von den konkreten Rahmenbedingungen ist dennoch jeder – heute mehr denn je – selbst gefordert, eigenverantwortlich zu handeln. Doch wer heute handeln will, muss an das Morgen denken. Das nahende Jahresende, die Zeit der guten Vorsätze, ist dafür geeignet, einmal aufzuschreiben, wie das eigene Leben, das eigene Unternehmen oder der Verein wohl in zwei, fünf und zehn Jahren aussehen wird. Erst, wer das macht, kann Ideen entwickeln und Chancen erkennen.

Der Görlitzer Anzeiger wünscht allen Lesern, wozu auch die Leserinnen zählen, fröhliche und friedliche Weihnachtstage und Zeit zur Besinnung auf das, was im Leben wirklich wichtig ist.

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  • Zuletzt geändert am 24.12.2017 - 08:49 Uhr
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