Mutige Mode: Design, das mit Konventionen bricht

Mutige Mode: Design, das mit Konventionen brichtGörlitz, 15. Mai 2017. Die Modewelt ist stets in Bewegung. Daher brauchen Designer genauso wie Trendsetter ständig neue Ideen, um die Kreativität und die Qualität einer Marke zu erhalten und jede Saison im Gespräch zu sein. Dafür ist es manchmal auch notwendig, mit Konventionen zu brechen – was bei Kunden und Followern allerdings nicht immer gut ankommt und manchmal sogar regelrechte Empörung auslöst.
Abbildung oben: © Flickr "Robe Kurodori", Bildquelle und Design: Marie Labarelle (Fotografin: Armelle Bouret),
Lizenz: CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten.

High-End-Mode, die tragbar ist

High-End-Mode, die tragbar ist

In Görlitz wurde das im Dornröschenschlaf befindliche Jugenstil-Kaufhaus mehrfach für spektakuläre Modeevents genutzt.

So zum Beispiel die der britischen Zeitung Daily Mail: Sie zählte Designprodukte auf, die in ganz ähnlicher Form auch für wenige Cents erhältlich wären, von High-End-Fashion-Marken jedoch für mehrere Tausend Pfund verkauft werden. Manche Leser fanden, dass dies zu weit gehe, denn bei High End Fashion geht es, wie der Name schon sagt, um Mode aus dem obersten Preissegment – somit sollte sie doch eine gewisse Qualität haben.

Auf der anderen Seite sind Streetwear-Fans manchmal enttäuscht, wenn ihre Lieblingslabels mit Luxusmarken kooperieren, wie es bei einer aktuellen Kollektion von Supreme und Louis Vuitton der Fall ist. Die Grenzen zwischen Luxus und Streetwear verschwimmen durch solche Aktionen zunehmend. Vielleicht ist das nötig, damit sich die High End Fashion weiterentwickelt, und auch die Street Wear kann vom kreativen Austausch profitieren. Diese Meinung vertritt zumindest der japanische Designer Hiroshi Fujiwara; das Magazin "The Straits Times" zitiert ihn mit diesen Worten: "Einige Leute sagen, dass Streetwear auf der Straße bleiben soll, aber das denke ich nicht, denn ich sehe es so, als wenn ich bei Louis Vuitton einbreche und alles durcheinanderbringe, also eine Art Anarchie und das Aufbrechen von Stereotypen." Fujiwara sieht sich also als Rebell, der etwas Neues in die Modewelt bringt.

Nachhaltig beeindruckend

Für manche Labels, etwa Moschino, sind Stilbrüche dieser Art gang und gäbe, wie die Anfang des Jahres vorgestellte Herbstkollektion 2017 eindrücklich zeigte. Das italienische Label stellt zum Beispiel Kleider aus Pappkartons und Panzertape her und bezieht sich damit auf die Themen Recycling und Upcycling. Zudem bringt es in seine Designs Anspielungen auf günstige Kultmarken wie McDonalds ein. Auch ein Kleid aus einem Müllbeutel sowie ein zum Hut umfunktionierter Mülltonnendeckel waren bei Moschino-Designer Jeremy Scott schon zu sehen.

Nicht alle Kreationen werden tatsächlich zu kaufen sein. Doch das ist auch nicht der Sinn solcher Kleidungsstücke – vielmehr sollen sie aufrütteln, provozieren oder einfach Spaß machen. Wenn sie den Betrachter dazu anregen, sich Gedanken zu Themen wie Nachhaltigkeit und Wegwerfgesellschaft zu machen, ist schon einiges erreicht. Tragbare Kleidungsstücke für besondere Anlässe – etwa Empfänge, Hochzeiten, hochkarätige Abendeinladungen – gibt es von den gleichen Modehäusern ja außerdem noch. Eine große Auswahl an solchen High-End-Kleidungsstücken für "sie" und "ihn" gibt es online beispielsweise in Shops wie YOOX. Wer Mode im Allgemeinen und italienische Designer im Besonderen liebt, wird in diesem Shop einige glückliche Momente verbringen und sicherlich neue Lieblingsteile entdecken, die zum eigenen Stil passen.


Bildrechte: Flickr Robe Kurodori Marie Labarelle CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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  • Zuletzt geändert am 15.05.2017 - 13:09 Uhr
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