Caritas klappert mit der Büchse

Caritas klappert mit der BüchseGörlitz, 27. März 2017. Das sollte doch für Leute, die vor muslimischen Gebetsräumen Mahnwachen veranstalten, eine Zündhilfe für das Denkvermögen sein: Der Wohlfahrtsverband der römisch-katholischen Kirche, der Deutsche Caritasverband, veranstaltet eine Spendengeldsammlung für Hilfen zur Integration von Flüchtlingen. Ja, genau, eine christliche Kirche, setzt sich für Andersgläubige ein.

Frühjahrssammlung der Caritas vom 22. April bis 1. Mai 2017

Hinter der Spendensammelaktion steckt der Caritasverband der Diözese Görlitz e.V., der die Straßen- und Haussammlung organisiert und verantwortet.

Die Klingelbüchsenklapperer – das Engagement der Katholiken in der Diaspora und ihrer Unterstützer verdient Hochachtung – verweisen darauf, dass viele Menschen vor Krieg und Terror aus ihrer Heimat geflohen sind. Sie mussten ihr bisheriges Leben zurückgelassen, um das körperliche zu retten.

Dazu die Görlitzer Caritas-Leute: "Nun versuchen sie, sich ein neues bei uns aufzubauen. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe! Wir alle begegnen diesen für uns oft noch Fremden in unserem eigenen Lebensraum. Es sind Kinder, Familien und einzelne Personen. Sie leben unter uns und brauchen Unterstützung. Es sind die von uns kaum vorstellbaren Dinge, die immer wieder kurzfristig zu lösende Einzelprobleme darstellen: Härtefallanliegen, Familienzusammenführung, Fahrtkostenübernahmen, Erleichterungen bei der alltäglichen Lebensführung: Übersetzungs- und Anerkennungskosten ausländischer Abschlüsse u.v.a.m."

Mit den bei der Straßensammlung eingehenden Mitteln soll ein Handlungsspielraum gegeben werden für Hilfen, die staatlicherseits nicht erfolgen. Um den Betroffenen schnell genau diese Hilfe zukommen lassen zu können, benötigt der Caritasverband die finanzielle Unterstützung durch Spenden und andere Geldzuwendungen.

Prädikat: Spenden!
Die Spendensammlung läuft vom 22. April bis zum 1. Mai 2017. Die Spendengelder werden für Hilfen zur Integration von Flüchtlingen verwendet. Gesammelt werden die Mittel durch ehrenamtliche Sammler aus den katholischen Pfarrgemeinden, die sich durch einen Sammelausweis ausweisen können.



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  • Zuletzt geändert am 27.03.2017 - 00:20 Uhr
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