Neueste Schmuck-Trends vs. zeitloser Schmuck

Neueste Schmuck-Trends vs. zeitloser SchmuckGörlitz, 24. März 2017. Heutzutage richten wir uns nach den modernen Schmucktrends und denken nicht viel über die Geschichte eines Stückes nach, wenn wir einen Einkauf tätigen. Doch was steckt eigentlich hinter beliebten, klassischen Stücken und Materialien? Wie begann alles und in welcher Form werden die Schmuckklassiker heute noch verwendet?

Das sollten Sie über Schmuck wissen

Das sollten Sie über Schmuck wissen

Je nach Anlass: Historischer Schmuck ist heute ebenso beliebt wie neue Kreationen im klassischen oder hochmodernen Stil.

Glasperlen

Über die Herstellung von Glasperlen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und die damals für Rosenkränze gefertigt wurden, haben wir in unserem Artikel "Perlensucher" berichtet.

Und was damals beliebt war, ist es auch heute noch. Man sieht Glasperlen auch im Jahr 2017 in vielen Schmuckgeschäften. Sie besitzen noch immer ihren Wert, allerdings besteht die moderne Variante der Perle eher aus Plastik. Diese Version bricht nicht so leicht und kann auch mal fallengelassen werden, ohne dass ihre Besitzerin Angst haben muss, sie zu zerbrechen. Durch ihr Gewicht und ihre liebevolle Herstellung wirkt die Glasperle aber wertvoll. Sie bedeutet viel mehr als eine billige Plastikperle es tut. Sie gehört nach wie vor zu den Klassikern.

Diamanten

Ähnlich ist es bei Diamanten. Diamanten sind seit ihrer Entdeckung begehrt. Man glaubt, dass sie zuerst in Indien gefunden wurden. Sie besaßen für die Menschen damals religiösen Wert. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Beliebtheit von Diamanten weltweit gesteigert. Unter Anderem gab es nun bessere Verarbeitungstechniken.

Die Schmucktrends von heute schließen noch immer Diamanten mit ein und es gibt nun auch viele Firmen, die modernen Diamantschmuck aller Art führen, wie Schmuck in Form von modernen Symbolen wie dem Friedens-(Peace)-Zeichen.

Broschen

Die Sächsische Zeitung schreibt in ihrem Artikel über aktuelle Schmucktrends und dazu über Broschen. Broschen sind wie Diamanten und die Glasperle ebenfalls ein Klassiker. In Deutschland gab es sie schon im 15. oder 16. Jahrhundert. Früher hatte sie neben der Verzierung auch einen praktischen Nutzen. Sie hielt einmal Kleidungsstücke zusammen, wie während der Zeit Roms und dem alten Griechenland.

Die frühesten Broschen, die bekannt sind, stammen aus der Bronzezeit. Die Art unterschied sich von Land zu Land. Die keltischen Broschen waren zum Beispiel außergewöhnlich stark verziert und sehr detailliert verarbeitet.

Heutzutage geht, glaubt man SZ-Online, aber der Geschmack in eine vollkommen andere Richtung. Nicht mehr fein verziert und delikat verarbeitet, sondern so modern wie möglich – aus Kunststoff und groß und auffallend sollen sie sein. Die Idee dabei ist es, so weit wie möglich von der klassischen Tradition abzuweichen und damit ins Auge zu stechen. Und man soll nicht nur eine verwenden dürfen. Die Expertin Julia Zirpel rät im Artikel auch dazu, mal drei in einer Reihe anzustecken. Je nachdem wie es am besten passt.

Gold

Was fehlt noch in unserer Liste der beliebtesten klassischen Schmuckmaterialien/Schmuckstücke? Natürlich das Gold. Schon die alten Ägypter waren sich des Wertes von Gold bewusst und fertigten ihre Totenmasken für die Pharaonen aus dem kostbaren gelblichen Material; Ägypten war ein Land, das reichlich an Gold besaß und sie machten sich das zu Nutze. Auch andere Länder schätzten Gold. Im alten Rom wurden modernisierte Methoden entwickelt, um Gold in großen Mengen gewinnen zu können.

Die Goldschmuckindustrie kennt bis heute keine Schwäche. Im Jahr 2014 wurden damit 23,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Der Schmuck nimmt heute, neben der klassischen, auch gerne moderne Formen an.

Man sieht, dass viele klassische Stücke noch heute sehr beliebt sind. Auch wenn die Formen von den traditionellen abweichen, basieren sie doch darauf. Alles ist eine Variante des Alten. Und sicherlich passiert es oft, dass ein modernes Werk ganz ungewollt eine frühe klassische Form annimmt.


Kommentar

Es wird Frühling und ich freue mich darauf, vor meinem Lieblingslokal auf dem Görlitzer Obermarkt meine alten Knochen der warmen Sonne auszusetzen und – zugegeben – den schicken Frauen hinterherzusehen. Sie wissen ja, wie das ist mit den Freuden im Alter.

Was aber immer bleibt ist die Freude am Umgang mit klugen Frauen, die auf sich achten. Und die freuen sich, wenn sie die alten Höflichkeitsrituale, die im heutigen Alltag auszusterben drohen, erleben: Zur Begrüßung aufstehen, den Mantel abnehmen, beim Verlassen des Tisches nochmals aufstehen, den Arm reichen etc. pp.

Ach, was sind die Zeiten schnelllebig geworden! Früher achteten wir noch mehr auf Beständigkeit. In "Blondinen bevorzugt" sang Marylin Monroe 1953 die bearbeitete Version der Musical-Melodie "Diamonds Are a Girl’s Best Friend" aus dem Jahr 1949. Dessen Inhalt: Diamanten sind die besten Freunde eines Mädchens, weil man damit bezahlen kann und auch im Alter, wenn die Männer verarmen oder wieder bei ihren Gattinnen sind, noch etwas davon hat.

Übrigens wird das gern verwechselt, doch "Diamonds Are a Girl’s Best Friend" kommt nicht im 1961 gedrehten Film "Frühstück bei Tiffany" nach dem Roman von Truman Capote vor – hier singt die fantastische Audrey Hepburn den nicht minder berühmten Song "Moon River", für den es im Jahr darauf sogar einen Oscar gab.

Doch zurück nach Görlitz, das als "Filmstadt" ja auch einen Hauch der großen weiten Welt spürt: Also, Männer, benehmt Euch höflich, kauft Euren Mädchen schöne Kleider und guten Schmuck, die Zeit verfliegt viel zu schnell!

Ihr pensionierter Schwerenöter

Fritz R. Stänker

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  • Quelle: red | Kommentar: Fritz Rudolph Stänker | Foto Perlenkollier: qiye / 育银 戚, Foto Brosche: Siegella / Else Siegel, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Zuletzt geändert am 24.03.2017 - 08:44 Uhr
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