Werden wir bald nur noch eine Nation aus Singles sein?

Werden wir bald nur noch eine Nation aus Singles sein?Görlitz, 16. Januar 2016. Eines ist sicher: Es gibt immer mehr Singlehaushalte in Deutschland. Laut einer Statistik gab es im Jahr 1991 noch rund 11,86 Millionen Einzelpersonenhaushalte, so sind es 2014 schon ganze 16,4 Millionen. Tendenz steigend. Wie kommt das und warum ändert sich nichts?

Früher war die Frau selten berufstätig

Noch vor wenigen Jahrzehnten war es Gang und Gäbe, dass die Frau grundsätzlich für die Versorgung der Familie und Erziehung der Kinder zuständig war und der Ehemann war berufstätig und für den Unterhalt der Familie zuständig. Noch nicht ganz so lange ist es in den alten Bundesländern her, dass die Frau sogar, wenn sie arbeiten wollte, eine schriftliche Genehmigung des Ehemannes einholen und vorweisen musste.

Schulabschlüsse und weitere Aus- und Fortbildungen standen zur damaligen Zeit nicht im Vordergrund, Volksschulabschlüsse waren normal und reichten durchaus, um sich in vielen Berufen einzubringen und auch erfolgreich seine Wege zu gehen. Heutzutage müssen Jugendliche sich schon sehr früh entscheiden, welchen beruflichen Werdegang sie einschlagen möchten. Ausbildung und Studium und anschließend weiter auf der Karriereleiter nach oben zu klettern, steht in der heutigen Zeit im Vordergrund, unabhängig vom Geschlecht. Karriere ist für viele einfach wichtiger als Familienplanung.

Single sein ist normal

Durch die starke Karriereorientierung verschiebt sich das Durchschnittsalter für Heiratswillige und für die Familienplanung. Und irgendwann ist entweder die biologische Uhr bei den Frauen abgelaufen oder man entscheidet sich dafür, die Karriere weiter zu verfolgen und keine Kinder zu bekommen. Partnerschaften entstehen, sind aber auch ebenso wieder sehr schnell beendet. So entstehen immer mehr Singlehaushalte.

Selbst die Lebensmittelindustrie hat sich auf diese Veränderung eingestellt, bietet kleine Portionen für die Ein-Personen-Haushalte an. Singles können durchaus aus vielen Vorteilen schöpfen. An bestimmten Tagen allerdings fällt vielen Alleinlebenden die Decke auf den Kopf. Ganz besonders an Tagen wie Weihnachten und Neujahr. Einsamkeit und Depressionen führen dazu, dass sich Singles in dieser Zeit besonders allein fühlen.

Eine gute und der heutigen Zeit gerechte Lösung aus diesem Trott herauszufinden ist, gerade in den kalten Wintermonaten, auf Singlebörsen sein Glück versuchen zu können und vielleicht dort etwas Wärme zu finden. Hier toben sich Singles aus, verknüpfen sich und schmieden besonders in dieser Zeit Pläne. So manch ein Single hat in diesen Börsen schon seine ganz große Liebe gefunden oder zumindest einen Gefährten für einen bestimmten Lebensabschnitt.

Singles helfen und helfende Singles

Eine gute Möglichkeit, besonders in der Weihnachtszeit oder zu anderen Anlässen sein Single-Dasein positiv zu nutzen, ist die Hilfe und Unterstützung von anderen Singles, die dringend Hilfe benötigen. Zur Weihnachtszeit sind nämlich grundsätzlich viele Menschen bereit, anderen zu helfen. Hier steht Nächstenliebe im Vordergrund und sie wird auch in die Tat umgesetzt. Hilfebedürftige werden bedacht, die besonders in dieser Zeit mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung durch Spenden oder Hilfestellungen bekommen. Unter der Überschrift Weihnachtslächeln berichtete der Görlitzer Anzeiger über eine solche Aktion.

Übrigens: Als Privathaushalt galt für die oben erwähnte Statistik jede zusammenwohnende und eine wirtschaftliche Einheit bildende Personengemeinschaft sowie Personen, die allein wohnen und wirtschaften, Einpersonenhaushalte, wozu auch zum Beispiel Einzeluntermieter zählen. Zum Haushalt können verwandte und familienfremde Personen gehören wie beispielsweise auch Hauspersonal. Gemeinschaftsunterkünfte gelten nicht als Haushalte, können aber Privathaushalte beherbergen.

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  • Zuletzt geändert am 16.01.2016 - 07:58 Uhr
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