Die sieben Punkte: Das bringt das Jahr 2016 für Görlitz

Die sieben Punkte: Das bringt das Jahr 2016 für GörlitzGörlitz, 1. Januar 2016. Von Thomas Beier und Fritz R. Stänker. "Träume, Freund, enttäuschen nie", wusste Erich Mühsam (1878 - 1934), deutscher Schriftsteller, Anarchist und Pazifist. Also träumen wir doch einmal, was alles Görlitz im noch jungfräulichen (bis dato ist noch nichts schiefgegangen) Jahr 2016 erreichen könnte - und schauen auch, wovon andere träumen.
Abbildung: So begann das Jahr 2016. Vielleicht wird's ja was.
Mit freundlicher Genehmigung von Kunst & Kneipe.

Worauf die Görlitzer Ende 2016 stolz sein können

Thema: Stadtpolitik Görlitz

Stadtpolitik Görlitz

Politik ist die Kunst, Mehrheiten für das Machbare zu gewinnen und Falsches zu verhindern. Im Spannungsfeld zwischen dem Vorantreiben der positiven Entwicklungen - wie dem Tourismus - und dem Nachholebedarf - wie der Sanierung der Stadthalle - muss der Görlitzer Stadtrat immer wieder neu abwägen zwischen Investition und Einsparung, zwischen Bürgerfreundlichkeit und Sachzwängen, zwischen Handlungswillen und gesetzlichen Vorgaben.

Darauf kann Görlitz zum Jahresende 2016 voller Stolz zurückblicken. Eine nicht ganz ernst gemeinte Zusammenstellung mit ernstem Hintergrund:

    1. Der Berzdorfer See wurde überraschend in Görlitzer Südsee umbenannt und verfügt nunmehr über drei sehr oft funktionierende Toilettenhäuschen.

    2. Das Landratsamt Görlitz hat Pläne für einen Neubau im Görlitzer Ortsteil Hagenwerder vorgelegt. "Damit symbolisieren wir der Stadt Zittau und dem ganzen südlichen Landkreis mehr Nähe", wurde als Hauptgrund angegeben. Außerdem soll durch die Verlagerung der Büroansammlung in einen funktionalen Zweckbau an der Peripherie die Innenstadt von hunderten Pendlern befreit werden, die Abgase erzeugen, Parkplätze blockieren und wirtschaftlich keinen Effekt haben: "Die bringen doch alle ihre Bemmen selber mit."

    3. Nachdem die Stadthalle Görlitz sich sogar für eine Verwendung als Flüchtlingsnotunterkunft als untauglich erwiesen hat, wurde sie kurzerhand abgerissen. Den Ausschlag für diese Entscheidung gab die Tatsache, dass selbst der Stadthallenförderverein sich lieber im Stadthallengarten oder, wie zum Neujahrsempfang 2016, am Meridianstein an der frischen Luft trifft als im Gemäuer.
      Tipp! Der Förderverein Stadthalle Görlitz e.V. lädt tatsächlich zu seinem Neujahrsempfang 2016 neben der geschlossenen Stadthalle am Meridianstein ein: Sonnabend, 9. Januar 2016, von 11 bis 14 Uhr. "Hier kann man sich bei Getränken und Imbiss zur Stadthalle austauschen und Pläne für 2016 schmieden", so der Vereinsvorsitzende Thomas Leder. Für Wärme und einen Wetterschutz sei gesorgt.

    4. Der Schlesische Christkindelmarkt wurde im Rahmen einer Beschäftigungsinitiative für Marketingexperten aus dem Kulturservicebereich in "Jahresend-Europamarkt Görlitz/Zgorzelec" umbenannt und begann am 11. November 2016. Damit will die Stadt stärker ihre religiöse Neutralität herausstellen und zeigen, dass sie gern Grenzen überschreitet.

    5. Die Zukunft der Görlitzer Straßenbahn ist gesichert. Zwei neue Linien - eine bis nach Markersdorf, besonders aber die andere zu den Einkaufszentren im polnischen Stadtteil - erfreuen sich guter Inanspruchnahme. In Markersdorf freuen sich die Gastronomen der Land- und Ausflugsgaststätten, den Görlitzern damit noch bequemer eine Alternative bieten zu können. Während der Gasthof Zur Brauerei unmittelbar an der neuen Endhaltestelle liegt, wird über den Bau einer Zahnrad- oder Schwebebahn zwischen dem Görlitzer Südsee und dem Berggasthof Jauernick-Buschbach noch spekuliert. Das Hotel Marschall Duroc im Ortsteil Holtendorf hingegen sieht enorme Vorteile für seine Gäste, die großenteils Görlitz besuchen möchten.

    6. Das Thema Südwestumfahrung der Landeskrone ist endgültig vom Tisch. "So einfach wollen wir es den Betrieben nun auch wieder nicht machen, sich auf dem früheren Kraftwerksgelände in Hagenwerder anzusiedeln", hieß es zur Begründung.

    7. Bei einer probeweisen Öffnung wurde das historische Görlitzer Kaufhaus regelrecht gestürmt. Das Sortiment aus hochwertigen, aber erschwinglichen Waren traf auf ebenso große Zustimmung wie die gastronomisch betreuten Verweiloasen.

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Ergebnis: Was bringt Görlitz 2016?

mehr Einwohner (20%)
 
mehr Wirtschaft (5%)
 
mehr Touristen (35%)
 
mehr Kultur (5%)
 
mehr Geld (0%)
 
mehr Klugheit (10%)
 
alles wird schlechter (25%)
 
Nichtrepräsentative Umfrage
Umfrage seit dem 01.01.2016
Teilnahme: 20 Stimmen
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  • Quelle: red | Foto: © www.kunst-und-kneipe.de
  • Zuletzt geändert am 01.01.2016 - 16:01 Uhr
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