freie republik schwarzenberg
"50 Jahre Mauerbau" - auch die Görlitzer werden um Beteiligung gebeten
Vom 19.06.2011
Görlitz | Schwarzenberg. Durch seine Ausstellungsbeteiligung "Jüdische Spurensuche" in der Synagoge Görlitz ist der Holzgestalter Jörg Beier aus Schwarzenberg auch in Görlitz bekannt geworden. Der Vorsitzende Kunstzone e.V. ruft nun auch in Görlitz zur Beteiligung an einem Kunstprojekt des Vereins zum Thema "50 Jahre Mauerbau" auf. Die Einsendungen, die auf den weltweiten Aufruf hin eingehen, sollen zu einer langen Mauer gestaltet werden. "Die könnte auch in Görlitz oder Zgorzelec gezeigt werden, wenn sich ein geeigneter Ort findet", so Beier.
Freiheit selbstgemacht
Vom 20.06.2010
Schwarzenberg | Turisede. Welcher Staat wünscht sich das nicht: Begeisterte Bürger salutieren und sind bereit zur Verteidigung der Vergangenheit und des kulinarischen Genusses. Zu erleben war solches zum 65. Jahrestag der Freien Republik Schwarzenberg. Dazu wurde am 19. Juni 2010 das quicklebendige Erzgebirgsstädtchen kurzerhand in vier Besatzungszonen der Weltkriegs-Siegermächte aufgeteilt, während im Herzen der Stadt, auf dem Marktplatz, die berühmt gewordene unbesetzte Zone ihre Wiederauferstehung feierte. Natürlich durfte, der Nachkriegszeit entsprechend, auch ein richtiger Schwarzmarkt (Schwarzenberg gilt als Ort der Erfindung des Schwarzmarktes, daher der Name) nicht fehlen.Diplomatische Annäherung
Vom 16.06.2010
Kulturinsel Einsiedel | Schwarzenberg. Ein Prozess der diplomatischen Annäherung läuft zur Zeit zwischen dem auf der Kulturinsel Ensiedel wiederentstehenden Königreich Turisede und der Freien Republik Schwarzenberg, der unbesetzten Zone im Nachkriegsdeutschland, die durch Stephan Heyms Roman "Schwarzenberg" berühmt wurde. In beiden Systemen geht es um alternative Regierungsformen - Kindermacht in Turisede, Basisdemokratie in Schwarzenberg.Tag der Befreiung
Vom 08.05.2010
Wenn das Gedenken daran, wie der Nationalsozialismus ein Volk weitgehend korrumpieren und eine Vielzahl von Verbrechern erzeugen konnte, als Mahnung lebendig gehalten werden soll, dann gehört auch der 8. Mai als Tag der Befreiung auf die Liste der Erinnerungskultur.
Spendenaktion für Mühle-Engel
Vom 16.07.2009
Görlitz-Zgorzelec. Engel sind die Boten, nicht die Botschaft. Einer der Boten ist wiedergegeben auf dem Mühle-Grab, der Eigenbetrieb Städtischer Friedhof Görlitz hat nun zu einer Spendenaktion für die Restaurierung diese „Mühle-Engels“ aufgerufen. Dem hübschen Sandsteinengel fehlen an der linken Hand zwei Finger, im rechten Flügel eine Ecke und Risse hat er auch. Vor Jahren hat man versucht zu kleben und zu retten, aber inzwischen werden die Klebestellen brüchig und eingesetzte Steinstücke fallen heraus. Am Postament ist deutlich zu erkennen, welche Kraft das rostende Metall hat - ganze Stücke vom Sandstein werden herausgedrückt. „Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, dem Engel nicht nur die Finger zurückzugeben!“, appelliert Evelin Mühle, die Leiterin des Städtischen Friedhofes Görlitz. Ihre Namensgleichheit ist übrigens rein zufällig.

