Krankenstand
DAK-Gesundheitsreport 2008 Sachsen
Vom 18.09.2008
Hamburg. Die DAK-Mitglieder in Sachsen waren 2007 kränker als im Vorjahr. Der Krankenstand stieg auf 3,5 Prozent (2006: 3,3 Prozent). Damit verzeichnet Sachsen den niedrigsten Krankenstand der östlichen Bundesländer. „Nach drei Jahren sinkender Krankenstände haben die Arbeitnehmer 2007 trotz Konjunkturbooms und hoher Anforderungen im Job ihr Verhalten nicht geändert. Es gibt keinen Beleg, dass Beschäftigte mehr „blau machen“, kommentiert Herbert Mrotzeck, Leiter des Geschäftsgebiets Ost die Ergebnisse. Die differenzierte Analyse zeigt: Überdurchschnittlich gestiegen sind in Sachsen die Zahl der Fehltage aufgrund von Infektionen (plus 14 Prozent) und Krankheiten der Atemwege (plus 14 Prozent). Auffällig: Insgesamt weist Sachsen mit 238 Fehltagen pro 100 Versicherte 23 Prozent mehr Fehltage bei Atemwegserkrankungen auf als der Bund mit 193 Tagen. Auch Fehltage aufgrund von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems haben in Sachsen gegenüber dem Vorjahr zugenommen (plus 13 Prozent). Dies ergab die Auswertung der Krankschreibungen von knapp 71.300 erwerbstätigen DAK-Mitgliedern in Sachsen durch das IGES Institut in Berlin.

